inneres

Montag, 25. April 2005

bitte


erschießen sie mich,
erhängen sie mich,
drehen sie mir die fuß- und fingernägel auf links,

tun sie, was sie wollen, aber wenn sie mich kennen und mich dann – also wenn sie mich dann mal gesehen haben – auf der strasse oder auf wald- und wiesenwegen, im hellen oder auch dunklen, beim nordic-walking erwischen, dann greifen sie zu allen ihnen in den sinn kommenden mitteln. machen die dem und mir ein ende. bitte.

machen wir uns nichts vor, was soll denn das bitte sein? im schnellschritt durch berlin mit bergsteiger-ausrüstung und ski-stöcken? das ist doch eine frechheit überhaupt und sonst nichts. wenn die leute rumlatschen wollen, sollen sie doch, aber was soll denn diese alberne extremsport-attitüde?

ich weiss es nicht, ich weiss es nicht, aber wo soll denn das noch enden? also in meinem fall, bitte unter der erde.

Freitag, 1. April 2005

karol josef wojtyla


ich mag die kirche des papst johannes paul II nicht, aber ich habe enormen respekt vor dem menschen wojtyla.

ich glaube, dass all das, was mich in den vergangenen tagen befremdet hat, die bilder eines kranken, alten mannes, der um luft und worte ringt, der, glaubt man den aussagen, in den vergangenen zwei oder drei wochen 19 kilo abgenommen hat, eine botschaft in sich hat, über die ich wohl noch länger nachdenken werde.

nicht nachzugeben, mit einer sturheit einen eingeschlagenen weg zu gehen, ich denke, dass ist es, was den mann ausgezeichnet und den papst für mich so unzugänglich macht.

Montag, 7. Februar 2005

fragen über fragen!

1. Wieviel gigantische Bytes an Musik sind auf deinem Computer gespeichert?

auf meinem gigantischen rechner sind ungeordnet an genau 5 verschiedenen orten in der summe 9 gigantische gigabytes an musik gespeichert. sinnigerweise sind an vier unterschiedlichen orten identische jeweils 1 gigantisches gigabyte gespeichert (zur sicherheit, und zur manifestation meiner letztlich durchlebten drei verschiedenen lebens-und ordnungsphasen). dann kam der ipod und der bindet in itunes 5 gigantische gigabyte. macht wie schon bemerkt neun, 9, NEUN. aber zirka

2. Die letzte CD, die du gekauft hast...


eine box mit drei cd’s von glenn miller, anthology, 60 lieder, die mir mein leben derzeit extrem swingig gestalten. geil geil geil.

3. Welches Liedl hast du gerade gehört, als dich der Ruf ereilte?

oochie coochie man (dixon)
in der gesungenen variante von ‚the king
das beruhigt und macht mich denken es ist sommer (warum auch immer....) ausserdem bin ich unsterblich in den ‚king’ verliebt. der aber leider verheiratet ist, fünf kinder hat und gerüchten zu folge wieder den briefträger gibt. dumm, er könnte doch mich haben......

4. Fünf Lieder, die dir viel bedeuten oder die du oft hörst.

sweet – teenage rampage; mit pipi in den augen und m. im kopf, ebenso wie die station in köln, die es ja leider nicht mehr gibt.

(i wanna give you) devotion – nomad
; auch wieder m. im kopf, köln im jahr 1990, den cd verleih, den adonis und den langen aus dem cd verleih………

vogue – madonna; wegen madonna, wegen der attitüde, wegen alles.

sweet child o’mine – guns n’ roses; weil ich alles von guns n’roses immer noch mag, damals mochte, einen heiden spass hatte bei den konzerten und den geilsten sommer meines lebens (1993)

standing outside the fire – garth brooks
; weil ich eine country schlampe bin, weil h. es auf der gitarre spielt und ich dazu singen werde ;-)

5. Wem wirfst du dieses Stöckchen zu (3 Personen) und warum?

die miss muss, der semmel soll und die schnitten aber zackig!!!

frau modeste, bitteschön

Montag, 27. Dezember 2004

realtime 2004

merkwürdiges leben, merkwürdiges zeitkonzept.

ich schreibe, manchmal, um mir zu beweisen, das ich da bin, dass ich eben nicht nur spiegel all dessen bin, was um mich herum stattfindet. dass, wenn ich bewusst einen zustand des nichtstattfinden herbeiführe, ich doch bleibe. ich schreibe mich, gegen mein eigenes vergessen zurück an den punkt, an dem nicht mehr viel vorhanden war, mit dem man hätte anfangen können.

gib mir, ich gebe dir, gib mir. du, kaputte puppe, wie kann ich dich wieder zusammensetzten? scheisse, ansprüche. geh weg. dein langweiliges bemühen nimm mit. deine hand zwischen meinen beinen, und jetzt? rede! sprich zu mir von dir! wer und was bist du? du hättest ein anrecht auf mein innerstes? grotesk. wir ziehen uns an, wir ziehen uns aus. nichts ist freizulegen, was sich nicht selbst eröffnet. unter der haut ist nicht für dich.

machtkampf. offenbarungen. deins gegen meins, your turn. überfüttert, informationserblindet. überinformation. alles passiert in dem einen moment des wahrnehmens. wahrheit und fiktion. die grenzen zwischen realität und fiktion werden gleichermaßen via information aufgehoben. jetzt ist, was wahr ist, was passiert. fiktion produziert verlierer. ausnahmslos.

ich versuche meinen bildern zu misstrauen.

Freitag, 17. Dezember 2004

hommage an einen kerl

ich drehe mich um, stabile seitenlage, ich bin müde, kann aber nicht ruhig werden. das kann ich nur, wenn die hand auf meinem po liegt, dann aber, dann, falle ich sekundenschnell in ein tiefes koma. er findet das lustig, er fühlt sich gut in dem wissen, dass das sonst niemand kann, niemand konnte. ich selbst bin immer wieder erstaunt.

auf seine spezielle art passt er hervorragend zu mir, in mein sein. manchmal fühle ich mich, als ob ich das stiefelprofil bin, er ist der kautschuk, der in die rillen gegossen ist. wir zusammen sind eine glatte oberfläche. nicht nur verstehe ich seine merkwürdigkeiten, ich merke, wie sie mein sein ergänzen, in den unterschiedlichsten situationen. und umgekehrt. er schläft nicht gerne bei mir, ich habe nicht gerne menschen neben mir liegen. sie rauben mir den schlaf.

er ist schlau, er ist witzig und wenn er merkt, dass sein schmerz kommt, merke ich das, weil er plötzlich sehr aufgekratzt, sehr laut wird. ich schicke ihn dann weg, ich sage er soll tun, alles tun, was den schmerz bekämpft. er schätzt diesen raum, den er hat, und gesteht mir den gleichen raum im gegensatz zu.

wir gehen auf jeden rummel und er schießt mir unmengen an plastikblumen, wir vergeuden ein wochenbudget nach dem anderen an diesen greifautomaten und ich sammel ihm kleine, hässliche stofftiere, wir finden lose-ziehen beide blöd. er raucht und trinkt nicht, ich tue beides. was er nicht sagen kann oder will, schreibt er mir mit dem zeigefinger der rechten hand auf den rücken. ich kann es lesen.

langsam und schleichend, ohne das wir es merken, wird dieses gefühl der glatten oberfläche zur belastung, er mag nicht mehr auffüllen, ich will die unebenheit. er will was er hat, ich will mehr. er kann mir nicht nein sagen, ich im gegenzug mag konfrontation. er will ruhe, ich will grenzen.

dann sitzt er auf meinem sofa, hat die hände ineinander gelegt, schaut durch sie hindurch auf den boden und schweigt. ich rede. so ist unsere rollenverteilung, stelle ich fest, so war sie, so wird sie bleiben. weil er so ist und ich so bin, zusammen eine glatte oberfläche. wenn sie friert, hat man keinen halt mehr.

ich sage ihm, er soll gehen und er tut, was ihm gesagt wird, er geht. wir reden nicht mehr miteinander, worüber auch, denn wir haben gemeinsam alle schwelbrände mit nachdruck ausgetreten, ein bischen abgewartet, wasser auf die feuerstelle gegossen, sind in unterschiedliche richtungen gegangen.

ich weiss, er hat keine schlechten motive, er kann das nicht leisten, er ist nur vermeider. er weiss, ich bin kein terrorist, ich kann das nicht leisten, ich bin nur impulsiver. keine schuld mehr, kein herzschmerz. ein bischen noch, wahrscheinlich wird es freundschaft. wir haben glück gehabt. und ich kann langsam wieder besser schlafen.

er redet immer noch nicht über sich, ich immer noch zu viel, aber wir wieder miteinander. ich schau ihn an und sage ihm, dass er seinen schmerz bekämpfen muss, dass er ein risiko eingehen muss, sonst frisst ihn sein langmut auf. er sagt, du musst aufhören mein inneres zu denken, du wirst scheitern.

wir haben beide - wie immer - recht.

Dienstag, 30. November 2004

ma ährlisch!

ich kann den text von der biene maja, sindbad und wickie auswendig. und das ist mir nicht mal peinlich.

und ich kann den text von so einigen filmen auswenig (ist aber bis auf dirty dancing ein geheimnis).

ach und ich hab immer, immer, immer die 'grossstadtkrokodile' geguckt und 'nordsee ist mordsee'. fand ich wild.

Montag, 22. November 2004

no.vember

seien sie hemmungslos, konsumieren sie nudeln, nüsse, avocados, bananen und schokolade, das hebt die laune, ihre mitmenschen werden es ihnen danken, die nebenwirkungen kaschiert der wintermantel

gehen sie baden, verwandeln sie ihr badezimmer in ihren privaten wellness-club, berauschen sie sich an ätherischen ölen und am prickeln des champagners

geben sie dem grau(en) keine chance, eilen sie ins reisebüro und tanken sie prospektös hoffnung, der nächste sommer kommt bestimmt

und falls alles nichts hilft, empfehle ich ihnen die farbliche anti-depressive höchst dosierung, tapezieren sie ihr fenster mit sonnengelb.

ein paar tage november noch und dann tünchen wir unser leben in lichterketten und glühwein!

Mittwoch, 13. Oktober 2004

grammatik und leben


wollen wir uns mal wieder treffen?

ich denke, was ein scheiss-satz, einfach so in mein leben gezimmert, schiller, die glocke, festgemauert. einfach erbärmlich, mal wieder treffen.

von welchem mal wieder ist hier denn die rede?

dem mal wieder, das schon wieder meint? aber nein, das kann nicht sein, denn schon wieder drückt - mal ab von dem genervten unterton, den schon wieder impliziert - eine regelmäßigkeit und frequenz aus, die nicht da ist.

also, bitte, welches mal wieder? das aus rudi's lied, in dem er sich und uns alle fragt, wann es mal wieder sommer wird? was im grunde ein mal wieder wäre, das ein nie wieder suggeriert. oder ist es ein genervtes mal wieder mit hochgezogener augenbraue, wie ich sie habe, wenn die bahn mal wieder zu spät kommt. vielleicht ist es ja auch das spöttische mal wieder, wenn sich der renitente besserwisser zu wort meldet und man sich denkt, das war ja mal wieder klar, der also, und dann abwertend gähnt.

ich frotzele mit mir selber in meinem kopf und bin geneigt zu fragen: schon wieder?! weiss aber, dass die in dieser frage/antwort versteckte unverschämtheit nicht ihr zeil erreicht und lasse es sein.

überhaupt mal und wieder, was ist das eigentlich für eine oderdämliche kombination, soll mir begreiflich gemacht werden, dass wir uns schon länger nicht gesehen haben? glaubt hier jemand, das wäre mir verborgen geblieben und sind wir ehrlich, das ist doch die situation hier, glaubt jemand, es wäre mir mal wieder wichtig, das zu ändern? quasi schon wieder?

na, was meinst du, sollen wir mal wieder?

was bitte? was sollen wir mal wieder? polka tanzen, kreisleresk tauben erschießen im park (das gehört hier zwar nicht hin, ist aber ein nettes lied) oder gar was noch wesentlich unglaublicheres? mein lieber man, so wird das nichts.

adverbien geben meist die näheren umstände eines geschehens an und da liegt auch schon der hase im pfeffer begraben. umstände; denn das wesen eines umstandes ist der umstand und die umständlichste umständlichkeit, die ich kenne sind indifferente adverbiale bestimmungen der zeit. das fällt mir immer mal wieder auf. tja und jetzt befassen wir uns mit konjunktionen und deren nützlichkeit.

nein, denn ich habe keine lust.

gespräch beendet

Freitag, 1. Oktober 2004

my day-quote!

ich könnte jetzt natürlich auch, aber ich muss ja nicht.

macht übrigens sinn, weil, ich muss mich nicht darum kümmern, was ich wohl gemeint habe, denn ich weiss ja, dass ich nichts gemeint habe. es ist überhaupt auch egal.

ich gehe nämlich heute zum frisör und - bei gott - das ist die schiere pure verzweiflung.

Donnerstag, 2. September 2004

warum beziehungen die pest sein können

keine ahnung, sie haben sich schon wieder gestritten. ich kann wenig daran machen, dass ich instinktiv auf ihrer seite bin und in einigen wenigen stillen momenten fühle ich mich genau deswegen schlecht, wegen meiner einstellung zu ihm. ich bin nicht der typ, der sich nicht positionieren würde, nie gewesen und die vermutung liegt wohl nahe, dass sich an genau dieser sache nicht ändern wird.

rein instinktiv vertrete ich die auffassung, dass sich menschen, die sich nicht mehr verstehen einfach kurz und gut trennen sollten, wie sie mit ihren jeweiligen verletzungen umgehen müssen sie, jeder für sich, entscheiden und durchleben. Aber es war eben auch eine lange zeit der zweisamkeit, die sich nicht so mir nichts dir nichts ausschalten lässt, bei niemandem.

aber genauso wenig, wie ich jemals in der lage sein werde, nicht mehr zuzuhören, genau so überdrüssig bin ich der immer gleichen geschichten ohne sich ändernden ausgang.

diesen dingen liegt immer nur ein einziger tatbestand zugrunde, unwahrheiten, halbseidenes gelüge und verklemmtes drum herum reden. wie lange, wie weit und wie tief ordnet man sein eigenes glück einer vermeintlichen ruhe in zweisamkeit unter. wann ist man so weit desillusioniert von all dem, was man für sich gedanklich in anspruch nehmen würde, dass man dauerhafte gleichmäßige ruhe dem kick und der aufregung, dem herzklopfen und dem thrill vorzieht. ist man überhaupt jemals zu alt und gesetzt um sich nicht zu wünschen, dass gleich morgen die hölle im positiven sinn ausbricht? oder bin ich nur ein emotionaler adrenalin-junkie?

ich rede mir beizeiten den mund fusselig und weiss doch, alles was ich sage hat kein gewicht, weil ich nun wirklich nicht der entscheidungsträger bin. ich kann niemandens leben leben, ich habe oft genug genug damit zu tun, mein leben nicht vor die wand zu fahren. und ich werde zuhören und ich werde weiter versuchen da zu sein, wenn not an der frau ist und ich werde weiter genervt sein und ich werde mich weiterhin einer der beiden personen gegenüber alleine deswegen unfair zu verhalten, weil ich ihr nicht zuhören will, nicht glauben kann.

in diesem fall ist es eine einbahnstrasse, ich bin die wand. es gefällt mir wirklich nicht. und nein, weder kann noch will ich ernsthaft daran etwas ändern. und genau das fühlt sich gerade sehr grenzwertig an.

bei vertraulichkeiten:

frauschnatterlieseatgmail.com

so sieht's aus:

Du bist nicht angemeldet.

der derzeitige wahnsinn:

guten
tag schnatterle
pennywein - 30. Jan, 13:24
hm
is wohl in echt schluss.
d.us - 10. Aug, 20:32
Solche
Tomaten haben wir letztes Jahr in Kroatien am Markt...
knutschflower - 4. Jul, 13:22
(Ich brauche doch immer...
(Ich brauche doch immer ein wenig länger, ich...
kid37 - 3. Jul, 23:58
Frau Schnatterliese,...
Frau Schnatterliese, schnell ein Hinweis - völlig...
Au-lait - 22. Jun, 15:37

so lange schon:

Online seit 4896 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 8. Mai, 22:29

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