ppp

Mittwoch, 27. April 2005

heureka


das habe ich mir gestern abend so gedacht, als ich – wie das so meine art ist – vollkommen neutral und faktisch nicht negativ vorbelastet, den interaktiven herrn baumann auf meinen rechner installierte.

die installation ging mir gut von der hand, vulgo, ich hatte nichts zu tun nachdem den baumannsche cd einmal in das dafür vorgesehene behältnis befördert hatte. nach erfolgter installation kehrt man mich automatisch auf mein desktop zurück und nichts weiter passiert. ich stutze kurz. denke dann fix – wie das auch gerne meine art ist – nach und doppelklicke das baumannsche-interaktiv-symbol.

nach wenigen sekunden ist dann auch mir klar, dass herr baumann die rolle des inter einnimmt und mir die rolle aktiv zugedacht ist. ich hätte das laufen lernen gerne vorgelesen bekommen, aber nein, lesen muss man selber und zudem noch entscheiden was man lesen will und ob dies in der kurz/intro oder vollfassung von statten geht. leichter ärger macht sich breit.

ich versuche einen kurzen plan aus inter heraus zu aktivieren, der sich wie folgt gestalten soll, frau s, so hoch, so schwer, so unfit macht morgen und in den folgenden x tagen folgendes. um diese simple steuerungsnummer zu starten muss man offensichtlich den ganzen inter durchlesen und sich hie und da vorlaufen lassen, all dies mit schmissiger musik und dem nasalen schwäbeln des herrn b. ich weiss nicht.

ich verschiebe meine unvermeidliche läuferkarriere auf das wochenende und genehmige mir einen cocktail um die ecke. man soll es ja nun auch nicht gleich übertreiben.

Dienstag, 26. April 2005

ppp-die zweite

ich denke immer wieder gerne und auch viel über mich, mein leben und warum es so ist und nicht anders, nach und im zuge einer dieser recht selbstreflektiven phasen bin ich auf folgenden umstand gestoßen. ich bin vollkommen hobby-befreit. ich sammele nichts, ich handwerke seltener als sporadisch, ich gehöre keinem debattier-club an, ich gehe so gut wie nie kegeln, bin noch nie mitglied einer laienschauspieltruppe gewesen und meine intensive bindung an mein sportstudio manifestiert sich im regelmäßigen überweisen des mitgliedschaftsbeitrag, jeweils zum monatsersten.

all dies hindert mich nicht daran, dass ich gerne sowas wäre, wie ein mensch mit *vorhabungen* im weitesten sinne. sporttreibende, kochkursbesucherin, kinogängerin oder buchclubvorsitzende. der einfachheit halber starte ich das experiment: schnatterliese goes hobby mit sport. in diesem zusammenhang schrub ich unlängst meinem blogkind, welches ein läufer ist, an, um um tips und tricks zum start einer läuferkarriere anzufragen. die einzig verwertbare aussage des herren war, kaufen sie sich eine pulsmessuhr mit einem brustkorbschniepel und konsultieren sie die gängige fachliteratur. mehr helfen könne er jetzt auch nicht.

gut, nachdem ich den aufgekommenen leichten ärger ob der unzureichenden hilfestellung heruntergeschluckt hatte, bin ich in oben genannter meditationsphase zu folgendem entschluss gekommen. ich kaufe mir einen virtuell-interaktiven-lauftrainer (sowas gibt es, wie *google* verriet) und wenn schon, denn schon, da gebe ich mich auch nur mit den besten zufrieden.

der vermeintlich beste war praktischerweise soeben bei *amazon* satte 30% prozent im preis gesunken. und so tat ich das was ich tun musste, ich bestellte den *dieter-baumann* interaktiven lauftrainer, der mir bereits heute in haus flatterte.

und das hat zu folge, dass das ppp-projekt morgen einen fetten tritt in den dicken hintern bekommt und ich hier meine erfahrungen zum besten geben werde. wie das so ist, wenn man die gleiche zahnpasta wie sein olympia-erprobter lauftrainer benutzt, was er so motivationsmäßig drauf hat, ob der schwabe an sich tatsächlich dem nichtschwaben überlegen ist, wie immer wieder gerne behauptet und so weiter und so fort.

weitere probanden werden auf anfrage selbstredend in dieses experiment eingebunden. sie brauchen nur einen rollbaren teewagen, für den computer, den sie dann allmorgendlich in interaktiv vorgegebenem tempo vor sich herschieben, einen drucker, damit sie sich die zielvorgaben ordentlich ausdrucken zu können und, das sollte der leichteste teil der sache sein, einen pulsmesser.

wem das jetzt – nicht ganz zu unrecht – nach zu viel aufwand aussieht, dem will ich noch schnell verraten, dass ich für den fall meines alsbadigen scheiterns (wovon auszugehen ist) über einen vhs kochkurs nachdenke, vielleicht konveniert das ihnen und mir ja eher.....

Dienstag, 30. November 2004

und ich bin noch nicht einmal müde.

dienstag, kurz nach fünf.
es gibt keinen grund wach zu sein.
bin ich aber.
kaffee getrunken.
gesicht gewaschen.
haare gekämmt.
gebloggt.

ich gehe jetzt raus, wo es kalt ist und mache das, was sich gehört. rumlaufen.

sie dürfen entscheiden: diszipliniert oder bekloppt im kopp?

kleiner hinweis: hat was mit letzerem und seniler bettflucht zu tun.

danach/augen zu und durch

verstehe, es weihnachtet. verstehe vollkommen. ich frage mich, ob diese lichterkettenreizüberflutung nicht schlussendlich der mildernde umstand für den bald folgenden ehegattenmord sein wird – todschlag im affekt, besser noch notwehr.

blinkende rentiere, an den hausfassaden kletternde weihnachtsmänner, blinkende sterne, glimmernde weihnachtsbäume und lichterketten, die hysterisch leuchten, all diese fantastischen dinge kann man sehen, wenn man im dunklen losläuft, wobei es offen gestanden überhaupt nicht dunkel ist, die kiezgemeinschaft beleuchtet alles an strasse, was bei zehn nicht die stadt verlassen hat.

ein grauen, und stillos, übergriffig fast, was neuerdings in und an die fenster drapiert wird. man vergisst vor lauter schreck manches mal weiter zu laufen. ich werde dies alles bei nächster gelegenheit fotografieren, zum beweis.

für den laufrhythmus und das gehirn: lenny kravitz!

Dienstag, 19. Oktober 2004

the quitter in me!

nachdem ich heute morgen rechtschaffen planlos in meiner wohnung herumgeirrt bin, auf der suche nach den laufschuhen, die ich partout nicht finden konnte, und die ich dann doch noch vor der haustüre fand, weil ich sie dort hab stehen lassen, am sonntag, nachdem ich von meinem wanderlaufspaziergang um den grunewaldsee wieder kam, der eigentlich eine andauernde flucht vor herumtollenden großgewachsenen hunden war, vor denen ich bisweilen respekt und auch gerne mal angst habe, musste ich mich erst eimal erschöpft auf meinen (obacht jetzt kommt es) elephantentisch setzen, wo es sich vortrefflich schuhe anziehen lässt.

da fiel mir dann auch auf, dass meine laufhose irgendwie komisch war, also eher mir in der hose, oder die hose an mir, ein blödes gefühl war das. ich schau so an mir runter und denke, nö, da ist nichts und trolle mich ins bad um klämmerchen in mein haar zu packen, immer denkend, ne, also echt jetzt, in dieser hose nicht. der running-is-a-piece-of-shit-deamon sitzt auf meiner schulter und plärrt fortwährend, geh doch wieder ins bett, trink einen kaffe, bleib zuhaus es ist nass und kalt und dunkel und zu spät ist es auch fast schon.

die hose, die hose, die hose, ich zieh eine andere an, denk ich und indes ich aus ihr raussteige, aus der verdammten hose, stelle ich fest, sie verkehrt herum angezogen zu haben. wow, mein lieber herr gesangsverein, das ist slapstick, das glaubt mir doch keiner, ich drehe also die hose um, quasi um 180 grad in der horizontalen und steige wieder rein. alles fein, passt und fühlt sich unspektakulär normal an.

ich kalauere ein wenig vor mich hin in sachen, wie unglaublich sinnvoll es sein kann, seine brille sofort nach dem aufstehen anzuziehen, dann hat man nämlich weniger probleme mit dem wiederfinden diverser dinge und dem erspähen von fehlerquellen namentlich an sich, man stößt sich weniger oft die füsse an türrahmen und tritt weniger häufig in umherliegende katzenstreu-brösel. dann begehe ich den folgenschweren fehler auf die uhr zu schauen. 6:27, ich sollte seit fast 20 minuten bereits das haus verlassen haben, der to-run-is-dumm-labersack in mir beschließt: zu spät, jetzt eine tasse kaffee, aktives entspannen, statt passivem verspannen, also.

ich fühle mich extrem rückgradlos. morgen mach ich es was besser. nein, morgen mach ich besser was. eine leuchtiode auf die verderseite der hose und die schuhe wieder schön strunzig vors bett.

Montag, 11. Oktober 2004

aber gerne

so. aufwachen. hose, hemd, socken, jacke, schuhe. alles da, nur nicht denken, nicht denken, auf keinen fall, es ist noch dunkel, ich habe frei, was soll’s, los beweg dich, mach schon.

man, oh man, das ist kalt, ich will nicht, ich will nicht, ich will einfach nicht. na dann, los, lauf du dumme kuh, lauf dann wird dir wärmer, auf der brücke, die verdammte ampel ist schon wieder rot, trippel du dummes huhn, trippeln, scheisse, es ist kalt, funktionskleidung, funktionskleidung, funktionskleidung. aaaah grün, lauf los jetzt: ich will nicht, ich will das jetzt nicht, ich bin übellaunig, die musik nervt, ich puste blöde nebelige wolken, auf keinen fall, auf gar keinen fall werde ich jetzt hier und heute weiterlaufen, ich drehe mich um und latsche nach hause, ja bin ich denn blöd, ich habe frei, ich muss nichts. fertig ende aus.

ich beschließe unterwegs: ich packe jetzt meine sachen und gehe dahin sporteln wo es warm ist, in mein studio. basta. ich hahahaha, ich gehe jetzt auf ein laufband, dann schwimmen und dann ein halbes stündchen in das dampfbad, dann trinke ich einen kaffee und lese eine zeitung. so wird’s gemacht. mal sehen wie sich das anfühlt.

ich friemele mir meine – argh, schick aber – kurzen haare mit dingen zusammen und wasche mein gesicht (unter anderem), ich bleibe fest entschlossen und blicke auf mein rad. schock schwere not, soll ich das tun, rad fahren???? ja, das soll ich.

schick schick schick, alles sehen aus, als ob sie mit beiden händen in steckdosen aufgewacht wären, und als ob auch sie letzte nacht von dem ein oder anderen bulldozer überrollt worden wären, hier bin ich zuhause, hier pass ich hin, fit aber keiner siehts. spocht vor 9 bei elixia! yeah!

ich stelle mein laufband in der hintersten ecke auf 30 minuten immer schön geradeaus, primär weil es mich interessiert, was ich unter dem deckmantel ‚5k’ hier seit zwei wochen betreibe und laufe los, unsinn auf mtv und viva, ödes frühstücksfernsehen und doofe radiosender, ich entscheide mich für meine musik.

30 minuten später bin ich bass erstaunt......5,6 kilometer, schnaufend und hochrot im gesicht. hätten wir das geklärt, ab in die fluten des pools, ich fühle mich extrem sportiv, fit, jung und ein wenig irre, das wort mini-triathlon schwappt mir im gehirn herum, ich muss mal t. anrufen, der macht das professionell und ich wüsste gerne mehr.

zeit runter gerissen und massenweise dinge durchgedacht, jetzt will ich ins warme. in den dampf. aaaah.

erkenntnis:
das studio öffnet um 6 und ist eine alternative zu so ziemlich allem (im winter).

fazit:
so geht es auch. und: ich hätte gerne andere arbeitszeiten. und: morgen um sehr früh gehe ich zum spinnen.

Dienstag, 5. Oktober 2004

große dinge: um den insulaner herum

die vorteile des verzögerten morgengrauens in dieser herbst-poperbst-jahreszeit liegen klar auf der hand. niemand, auch wenn er wollte, sieht mich, heuer mit relativ kurzen haaren im zustand der totalzerstörung (ein bad hair day wäre vergleichsweise a piece of cake), wenn ich des morgens frohgemut das haus zu den zu absolvierenden 5 kilometern verlasse. und das ist auch gut so.

heute war es wider erwarten sehr warm, also nicht wirklich wider erwarten, sondern vollkommen unerwartet, nicht für möglich gehalten, richtig warm, in berlin um kurz vor 6. ich habe mir ausgerechnet, dass ich für meine 5 kilometer ungefähr 30 minuten brauche, mühsam nährt sich derdiedas eichhorn. zu diesem behuf habe ich mir eine sehr laute, sehr speed-lastige, sehr aggressive playlist zusammen gestellt, damit der körper mal merkt, was die uhr geschlagen hat, möglichst schnell. 32 minuten lang, ohne aufwärmen, ohne dehnprogramm, 32 minuten pure move-your-ass-beschallung.

klappt hervorragend. macht spass. ist empfehlenswert.

erkenntnisse:
frau o. und frau c. werden aller voraussicht nie auftauchen, nicht in rosa, nicht in lila, sondern in nie nicht.
die ersten voll fünf vollen kilometer, heute, stolz macht sich breit

zugeständnisse:
jedem der ob meiner optischen erscheinung entsetzt zur seite springt, ist verziehen. jetzt und in zukunft.

Freitag, 1. Oktober 2004

tschilp tschilp

eigentlich wollte ich mir diese woche keine laufeinheit mehr geben und dann bin ich doch heute morgen viel viel viel zu früh aufgewacht und hatte die wahl zwischen unmotiviert in der gegend rumliegen und einer runde das haus verlassen,

wie gesagt, eine neue route muss her, vielleicht auch ein bischen grün mit drin und drumherum und so traf es sich, dass ich spontan beschloss den bus, der bei mir um die eck hält und mich in ein ‚naturschutzgebiet’ bringen kann und grad auch noch vorbeikam zu entern und vier stationen mitzufahren. hätte ich auch früher drauf kommen können, ich depp, denn schließlich und endlich kenn ich mich da aus, in dem park (oder was immer das sein soll), zwängs ausgedehnter sommer-sonnen-aufenthalte.

laufen war nicht, das war mir schnell klar, aber rumlatschen ging prima. rumlatschen und beim tag werden zugucken. auf einer bank sitzen und dumm gucken ging auch, die vögel scheinen mir allerdings schon in urlaub zu sein, da wo es warm ist, recht haben sie. und nachdem ich dann so ein halbes stündchen spazieren war, dumm geglotzt und gesessen habe, fand ich den tag sehr toll.

erkenntnisse:
müde sein ist relativ
fanta vier geht auch leise

zugeständnisse:
es war insgesamt bei wohlwollender betrachtung, ähm, ein kilometer, der gelaufen wurde

fazit: ein sportlicher fehlstart, der rest passt schweinegut.

Montag, 27. September 2004

p.p.p. pleiten, pech und peinlichkeiten

herr strunz, dieser turbogebräunte selbsternannte laufpapst, hat in einem seiner bücher geschrieben, wenn man mit dem laufen anfängt, dann möge man sich doch bitte seine schuh- und bekleidungsmittel leicht greifbar neben das bett legen, morgens aufstehen, bester dinge in die schuhe schlüpfen, unter keinen umständen nachdenken und los, raus, aus dem haus. dann mit einem lächeln das traben beginnen.

herrschaften, alles unfug. es ist nasskalt da draussen. ich hab das lange nicht mehr gemacht, mit dem morgens laufen und festgestellt, dass der bäcker, bei dem ich früher (letztes jahr) immer vorbeilief (damals mit bedeutend besserer laune und kondition) offensichtlich pleite gegangen ist, somit ich jetzt noch nicht mal leckere brötchen habe.

normale menschen am straßenrand, von denen ich mir ein wenig jubel erwartet hätte, gucken nur verstört. die ampeln funktionieren leider auch nicht nach meinem lauftempo und es gib wahrlich wenig dämlicheres als das umkreiseln der ampelpfosten, denn man soll ja auf keinen fall stehen bleiben.

so. die damen o. und c. waren selbstredend nicht zugegen, auch sonst niemand. ich hab ja meinen ipod, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das überhaupt legal ist, anfängerjoggen mit musikalischer untermalung.

erkenntnisse:
es könnte von vorteil sein, das rauchen einzustellen
es macht dennoch gute laune

zugeständnisse:
es waren keine fünf kilometer

Sonntag, 26. September 2004

käfer

ich

jawohl, ich laufe und laufe und laufe......

ab morgen.

vielleicht.

ich werde ja schließlich noch nicht mal mehr produziert.

somit ich im erhard'schen sinne mal was für's das volkswohl tun werde. schuld bin ich daran nicht. ich bin sowieso nie schuld. ich bin ein scheiss plagiat!

bei vertraulichkeiten:

frauschnatterlieseatgmail.com

so sieht's aus:

Du bist nicht angemeldet.

der derzeitige wahnsinn:

guten
tag schnatterle
pennywein - 30. Jan, 13:24
hm
is wohl in echt schluss.
d.us - 10. Aug, 20:32
Solche
Tomaten haben wir letztes Jahr in Kroatien am Markt...
knutschflower - 4. Jul, 13:22
(Ich brauche doch immer...
(Ich brauche doch immer ein wenig länger, ich...
kid37 - 3. Jul, 23:58
Frau Schnatterliese,...
Frau Schnatterliese, schnell ein Hinweis - völlig...
Au-lait - 22. Jun, 15:37

so lange schon:

Online seit 4896 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 8. Mai, 22:29

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