ich lass mich jetzt mal anschubsen. von herrn
sehpferd allgemein.
was macht man, wenn man sein ding erkannt hat, was, wenn man in seinem ding gut ist? was, wenn man wenig oder nichts anderes substantielles und/oder monetäres kann, oder will? was wenn man weiss, das ist es, das ist meins, das mach ich jetzt?
ist vollkommen wurscht, was es ist; was ist, wenn man nicht auf den zug der zeit gesprungen ist, was wenn man macht und zwar ein forum hat, aber möglicherweise nicht massentauglich ist. muss man dann sein heil in sanktionen suchen, in notzeiten auch in staatlichen. will man das eigentlich? was ist mit der kohle, was ist mit den credits?
sven regener, der sich nicht sorgen machen muss, nicht mehr, jetzt nicht mehr, sagt, die, die für eine quote deutscher musik im radio eintreten, die seien
penner. haste mal ne minute für nen song. ja, das ist scheisse krass, und regener muss sich echt keinen kopf mehr machen, der hat genug. aber der kann mit fug und recht die fresse aufreissen. das zumindest.
aber nur so, element of crime macht ihr zeug seit den 80ern. eigentlich darf da keiner wegen all dem scheiss fame die fresse aufreissen, besonders wohl nicht der drummer.
mit quoten wird mittelmaß subventioniert, egal in welchem metier. mit quoten mussten sich frauen de facto degradieren lassen, egal wo sie aufgetaucht sind, zu allerfürderst in führungspositionen. und damit hat die scheisse angefangen. gleichmachen, aber bitte unten.
denn dummerweise hat genau das funktioniert. die flächendeckende etablierung von mittelmaß, da muss sich a nicht mehr profilieren, weil für b plötzlich dann andere regeln gelten. dieses dämliche system funktioniert übrigens wechselseitig. und z.b. die guten tanten sind außen vor geblieben.
gut, jetzt also auch letztlich, nur subjektiv wahrnehmbares, schaffen in musik. die musikbranche hierzulande und anderswo ist in die grätsche gegangen? fein, was jetzt? die ränder werden nivelliert, gesellschaftskomod gemacht, quotiert eben.
weil es was? lingu-labial passt? das stinkt. am kopf, wie der fisch. zuerst.
schnatterliese - 30. Sep, 21:50
auf vielfältigen druck und weil man ja bei fieber ein bischen panne im kopf wird, habe ich gestern einen freund gebeten, mir viel zu besorgen, was er auch getan hat, der gute.
eigentlich muss ich das ja ganz anders anfangen, ich hatte da mal einen freund vor ganz vielen jahren, der hat ganz entsetzliche musik gehört, bombasto-rock mit reichlich ramtamtam und synthesizerorchestrierung (ich meine die gruppe hieß yes, kann ich mich aber vertun). insgesamt, wie ich fand, rechtschaffen grauenvoll, und manchmal hätte ich mir beim himmlischen d.j. ‚the final countdown’ von europe gewünscht, aber das wäre ein spässchen gewesen, bei dem ich gefahr gelaufen wäre, ernst genommen zu werden. von wem auch immer.
der mann samt musik verabschiedeten sich dann irgendwann auf ein studiensemester in ferne landen und kurz später auch ganz aus meinem leben. zurück kamen die b52’s und allerhand dinge, die wir anfang der 90er so gehört haben. musik gerne laut, auch lauter. in all dem tohubawohu tauchte irgendwann mal eine kassette (das sind die lustigen dinger mit den zwei löchern drin, die man in walkmänner schubste, damals) der fantastischen vier auf. purer zufall, denn ich war nie ein hip-hopper, rapper oder was auch immer das genre der f.v. sein soll.
jetzt geht’s ab, wurde so lange gedudelt bis die kassette (s.o.) entnervt den geist aufgab, was unproblematisch war, denn zu diesem zeitpunkt gab es bei mir nicht nur einen cd-player, sondern auch ein neues f.v.-album, vier gewinnt, was ich aus zwei gründen mochte, einmal wegen 'lass die sonne rein' und andermal wegen 'es wird regen geben'. der junge mann, der damals öfter und dann noch öfter bei mir vorbeikam, gestand mir seine verwirrung ob dieser musik und dachte was geht, als ihm der 'saft' in die ohren klickerte.
ich fand dann nicht alle folgenden alben so fein, wie die ersten beiden, über einiges hab ich mich auch schwer geärgert. und irgendwann mal beschlossen, nicht mehr alles unkritisch zu kaufen, was die f.v. so auf den markt produzieren (und ich nehme ihnen immer noch ‚freundeskreis’ sehr sehr sehr übel, aber gut).
nun hab ich sie also, die neue, und sie ist gestern ratzfatz auf meinem ipod gelandet, quasi ungehört und unkritisch, nicht denken, drauf. und um nachhaltigen ärger mit der hausgemeinschaft zu vermeiden, hab’ ich mich mit musik im ohr und textheft gestern in wanne und bett verabschiedet und demzufolge nicht wie üblich gelärmt.
nachdem ich e. dann heute morgen in meine wohnung gelassen habe ging es mit dem gleichen thematischen grundraster (knöppe inne ohren) in die u-bahn. Ist ja pop.komm hier in berlin im moment und ich habe eine menge pop.komm in köln mitgemacht, aktiv und passiv.aber es gibt dinge, die ändern sich nie, kann man die stadt wechseln, wohin man will. und das sind die versprengten, die einem auf der strasse, in restaurants, in clubs oder solchem was man dafür halten kann, begegnen, die musiker und die, die sich dafür halten, das business und das, was sich dafür hält, die kritiker und die sich dafür halten und eben auch die partypeople, die notorischen.
und so einem exemplar saß ich heute morgen in der u-bahn gegenüber, sehr süß, mit fresstütchen und banänchen, glasige augen, kapuzenpulli auf und müde, sehr sehr müde war er, der mann. aber das kann ich verstehen, wär ich ein paar jahre jünger und student oder so, dann ging mir das bitte auch nicht anders. ich lasse mich also, zugegebenermaßen freudig, weiter von meiner musik anbrüllen, als er sich bewegt, der mann mit der kapuze gegenüber. ich sehe, er krümmt sich ein bischen, ich sehe er lacht. und menschen die einen anlachen, da soll man ja zurückanlächeln, mach ich auch. keine änderung des verhaltens, es lacht weiter, tränen. ich denke mir, hab ich was im gesicht? einen fleck, oder schlimmeres und ziehe mir für einen moment den stecker und gucke ihn erwartungsfroh an. er rezitiert pipis und popos, immer wieder, muss ich wohl doch was lauter als gedacht gewesen sein, und lacht und lacht und lacht.
kann ich verstehen, find ich auch lustig. falls jemand einen grund braucht, also noch einen, um sich viel zu kaufen, hier ist er: man lernt damit leute kennen, nette, lustige leute.
ich mag aber 'leben zu zweit' lieber. so!
schnatterliese - 30. Sep, 16:47
ich muss jetzt mal in die wanne. mit meiner ente.
weil. ich geh morgen wieder arbeiten, dann wird ohnehin alles anders. und dann muss ich auch noch ein paar mal ein lied hören. und ein bild lesen.
schnatterliese - 29. Sep, 20:21
hab ich eigentlich schon einmal darüber referiert – hier jetzt, sonst immer gerne – wie unfassbar mir diese profilneurotiker auf die eierstöcke gehen? also die, denen man tagein tagaus über den weg läuft, die einem suggerieren, sie seien nicht nur beneidenswert supertoll, sondern auch wichtig, trendy, und weit vorne und all den kram?
also die, die einem ständig in den ohren liegen mit ihrem eigenen langweiligen superior design, was sie alles können, wollen und wünschen. die, die sich gerne den weltfrieden auf die stirn tätowieren würden, aber immer einen pony tragen? die, die sich unter dem deckmantel der völkerverständigung und der freundschaft auch schon mal streiten, gern, aber nie nie nie ein ende finden, weil sie sich in ihrer egosuppe einfach so toll toll toll finden?
das sind nämlich in echt die wirklich beschissenen, beschissenen menschen. weil sie wider besseres wissen, sich und alles andere auch, zu klonen einer sich selbst erledigenden gesellschaft machen? wenn du abkackst, sorge ich zumindest für einen maximalen kollaterlaschaden, das ein oder andere primärtarget wird dann gern mal mitgenommen, runter in die elitäre langeweile.
nicht? gut, dann eben jetzt, grund genug gibt es.
ihr seid peinlich, wirklich peinlich, euch geht es um euch, sonst nichts, kein thema - no greater commen -, es ist euer mikrokosmos, dem ihr gerne einen globalen anstrich geben würdet.
woran man den genetischen scheissdrecksnörgler erkennt? er macht nicht mehr mit, er entzieht sich – partiell -, wenn ihm der intellektuelle unterbau wegbricht. was denn? keiner mag mich, meine freunde und gedanken mehr leiden; niemand versteht offensichtlich. ich werde kritisiert, gott bewahre, mir wird ans bein gepullert..... retreat. oh so boaring.
da sitzt man dann da, schaut durch glas und denkt, auweia, ist dunkel draussen.
p.s.: auch wenn’s eine wiederholung ist: self-glorification-society-kids: you suck!
p.p.s.: ja, ja, ja.
schnatterliese - 29. Sep, 01:06
‚mach mal den mund auf, lass mal gucken.’ sagt er zu mir.
ich denke mir, mist, zwei tage vor quartalsende, just my luck und gratuliere mir zu meiner klugen abhandlung von vor ein paar tagen zum thema praxisgebühr, und der unsinnigkeit all dessen, was ich da von mir gegeben habe.
es ist nämlich wohl doof, zwei tage vor ende eines 10 oiro quartal zum arzt zu müssen, im fast sicheren bewußtsein, dass man in einigen tagen wieder hin muss, um dann wieder 10 oiro auf den tisch des hauses legen. nicht lebensbedrohlich, nicht weltbewegend, ärgerlich eben.
‚sag mal, warum kommst du denn erst jetzt?’
ich versuche mit aufgerissenen mund und einem eisstilähnlichen instrument samt lustiger kleiner taschenlampe in meiner rachenhöhle zu erklären, dass es mir gestern eigentlich noch recht gut ging, ein wenig halsschmerzen und so, aber fein an sich.
‚aaiabochixahaat’
er nimmt alle utensilien aus meinem mund und sagt.
‚alles entzündet, rot, tut bestimmt weh’
das mag ich an ärzten, die haben verständnis, die wissen was sache ist, die sind die wahren diagnostiker, da können wir alle einpacken.
‚es hätte aber keinen sinn gemacht früher zu kommen, es war ja nichts.’
‚hmm hmm, ja ja, mach noch mal kurz den mund auf, wird aber jetzt ein bischen unangenehm’
ja bin ich denn beim zahnarzt? schiesst es mir durch den kopf, verbiete es mir aber sofort wieder, denn da muss ich nächsten monat hin, das wird ein massaker, da kann ich dran denken, wenn es soweit ist, bloß nicht an zahnärzte denken, whuha, implantat, implantat rieselt es mir durch den kopf und angst angst. ich muss mir einen zettel schreiben, auf dem dann steht: S P R I T Z E!!!!!! nur für den fall, dass ich schon wieder nur den kopf schütteln oder nicken kann und man weiss ja nie, ob er auch fragt, ob ich eine spritze möchte. und das ist mal sicher, ich will. immer. eine. spritze. oder. gern. auch. zwei. grosse angst.
‚mund auf!’
na gut, ich mach ja schon. er pinselt mir mit irgendeinem zeug in meinem hals rum, wäääh, das ist ja fürchterlich, muss das denn sein. das brennt. aber holla, der schmerz geht weg, ziehmlich schnell sogar. ich fuchtele mit den händen und versuche ihm zu bedeuten, dass er bitte meinen mund verlassen möge. schnell. sonst kann ich für nichts garantieren.
‚so. das gebe ich dir jetzt mit, ist zwar fies, aber hält, was es verspricht. dann noch, nicht rauchen, tee trinken und weiche speisen essen. und alle zwei stunden einpinseln.'
rauchen? macht der witze? was sind eigentlich weiche speisen? und nein, ich werde unter keinen umständen kamillentee trinken, alles nur keinen kamillentee. weiche speisen, weiche speisen.....
außer kartoffelbrei ist mir dazu noch nichts eingefallen. möhrenbrei, kann man das machen? suppen, suppen sind weiche speisen, meine rettung. ha. suppen. suppen mag ich.
schnatterliese - 28. Sep, 16:59