lebewesen, denen man immer auf den strassen wiens begegnet......................
dinge, die man immer wieder trinken muss, in den strassencafés wiens...............
sachen, die einen contemplativ in der gegend rumsitzen lassen, in - öh - wien..........
und dann das, am letzten abend, einfach so, keine worte, keine lust auf zuhause, die frau neben einem möchte man am liebsten immerzu knutschen..... (jajajaja wien)

schnatterliese - 14. Jul, 20:19
also gut, ich weiß nicht ob ich nun so zwingend viel freundlicher bin, als all die berliner, denen ich ihre rotzigkeit gerne mal ans bein binde. dennoch. ich sitze eben in einem unspektakulären café bei mir um die ecke und in meinem rücken macht es laut und deutlich einen fiesen knall.
ein dunkles auto hatte einen quietschgelben roller nebst fahrer auf die kühlerhaube genommen und es sah nicht, wirklich nicht, gut aus. da ich sanitätstechnisch minderbewandert bin, allerdings über ein handy verfüge, dachte ich mir, ich rufe mal die polizei, feuerwehr und wer sonst noch zuständig an. hier in deutschland wählt man zu diesem zweck die 110.
wenn ich bis dato dachte, man kann einen unfall melden und höflich um die entsendung eines krankenwagens bitten, dann habe ich mich eben geschnitten. denn, und das ist kein witz, der herr polizist (?) fragte mich unhöflichst, ob denn ein krankenwagen von nöten sei? ich gebe zu, verdutzt gewesen zu sein, denn, machen wir uns nichts vor, wenn dem nicht so wäre, rufe ich nicht die 110 nummer an. da ich keine medizinische diagnose zum verletzungsgrad des herrn rollerfahrers geben konnte, befahl (!) mir der telefonpolizist (?) den rollerfahrer nach der schwere seiner angenommenen verletzung zu fragen und (!!!!!) ob er denn in der tat einen krankenwagen bräuchte.
auf meine frage, wie er das denn nun meine, wurde der herr massiv pampig; pampig im sinne von rotzig, im sinne von unverschämt. er könne ja nun nicht auf jeden anruf, der ihm, dem herrn polizisten, bedeute, es sei ein unfall geschehen, gleich einen krankenwagen schicken, er müsse bitte schön schon wissen, ob der verunfallte dies auch wünsche. meine gegenfrage, was ich denn tun sollte, falls der verunfallte bereits das bewußtsein verloren hätte, oder gott bewahre, im begriff sei, sekündlich zu versterben, beantworte er mit dem BEFEHL den –mittlerweile am straßenrand sitzenden rollerfahrer – gefälligst umgehend zu befragen.
indes kam dann auch schon die feuerwehr (112) nebst ktw (krankentransportwagen) und kibara (schreibt man das so?) und nahmen sich der situation recht professionell an.
was ich dann auch dem herrn telefonpolizisten mitteilte.
hat ihn nicht die bohne bekümmert, lediglich mein nachfragen nach seinem werten namen wurde prompt mit einer reaktion beantwortet. aufgehängt. nun frage ich mich allerdings ernsthaft, ob das so rechtens ist. ich bin doch hier verdammt noch mal ein steuerzahlender bürger – merke: die herrn polizisten werden, wenn auch im promillebereich, von meinen steuern bezahlt – und wenn ich die polizei zu einem unfallort rufe, dann finde ich, haben diese knallschargen weder ein jauch’sches quiz mit mir zu veranstalten und schon aber überhaupt nicht einfach aufzulegen, wenn man, also ich, den namen der kompetenten person, mit der ich telefoniere, wissen will.
schnatterliese - 14. Jul, 17:31